PKA im Vergleich mit anderen Klärverfahren

Kriterium technische Vollbiologie Pflanzenkläranlage
Erkenntnisstand in Langzeituntersuchungen intensiv erforscht noch keine volle Kenntnis u. einheitliche Auffassung über komplexe Natur und Detailphänomene
Bemessung/Flächenbedarf eindeutig festgelegt, gering (0,7 bis 1,7 m²/E), nur geringe Umgestaltungsmöglichkeiten hoch (2 bis 10 m²/E), anpassungsfähige Gestaltungsvielfalt
ökologische Funktion Anlage = bedeutender Eingriff in Landschaftsgefüge Emission von CO2 u. KW Feuchtbiotopbildung (Bio-Ökosystem), Mehrproduktion von O2, Renaturierung bzw. Belebung der Landschaft bzw. des Landschaftsbildes
Anwendungsbereich überall möglich vorzugsweise in Streusiedlungen, Freilandanlage: an klimatische Bedingungen gebunden
Reinigungsleistung genügend genügend bis gut (siehe hier)
Erfahrungsstand langzeiterprobt jetzt zahlreiche positive Erfahrungen mit nichtbindigen Bodenkörpern
im Winter Leistungsabfall (bei Beachtung grundsätzlicher Regeln kein Betriebsrisiko) Leistungsabfall (bei Beachtung grundsätzlicher Regeln kein Betriebsrisiko)
Mischwasserbehandlung/ Schmutzstoßpufferung nicht möglich, geringes Puffervermögen möglich, hohes Puffervermögen
mech. u. energetische Ausrüstung aufwendig gering oder keine
Betriebssicherheit empfindlich gegen Störungen bzw. Abweichungen von der Norm widerstandfähig, aber empfindliche Hydraulik (Durchlässigkeit des Festbett-Bodenfilters)
Einfahrphase wenige Wochen wenige Tage bis Wochen, bis 2 Vegetationsperioden
Baukosten hoch (Tiefbau) hoch bis mittel (großflächig)
Anlageninvestition hoch (1.000 bis 2.500 €/E) mittel (1.000 bis 2.000 €/E), hoher Eigenleistungsanteil möglich
Wartung/Kontrolle intensiv einfach, selten, Pflanzen als Indikator nutzbar
Unterhaltungskosten hoch (50 bis 100 €/Ea) gering (ca. 50 €/Ea)