Temperierheizung

Seit 1982 wird in der Landestelle für nichtstaatliche Museen in Bayern mit der Erwärmung von Mauerwerk laboriert. Ausgangspunkt war die Verbesserung der Konservierung der Gebäudesubstanz von Gebäuden schwerer Bauart, der Ausstattung in den Gebäuden und der thermischen Behaglichkeit des Personals.
Mit der von Herrn Henning Großeschmidt entwickelten Art der Wärmeverteilung in der Gebäudehülle werden mehrere Vorteile erreicht.

So zum Beispiel:
  • bessere Erhaltung von Bauwerk und Innenausstattung
  • größere Behaglichkeit für Personal bzw. Bewohner
  • geringere Baukosten
  • geringere Heizkosten
Diese Technik wurde von vielen Anwendern erprobt und weiterentwickelt.
Sie steht teilweise im krassen Widerspruch zu den in Deutschland herrschenden traditionellen Lehrmeinungen in Bezug auf Heiztechnik und Wärmedämmung.
Bis 1885 war die Wärmestrahlung der Sonne das Vorbild für eine Heizung. Aber in diesem Jahr wurde für Prof. Hermann Rietschel an der TU Berlin ein Lehrstuhl für Heizung und Lüftung eingerichtet. Fehlende Kenntnisse zur komplexen Theorie der Wärmestrahlung wurden durch vorhandene Kenntnisse der Strömungslehre ersetzt. Die Nachahmung der Sonnenstrahlung durch den heizenden Menschen wurde eingestellt. Die modern gewordene Nutzung des Wasserdampfes führte zur Dampfheizung mit Rippenheizkörper. Der Dampf hält mit der „Erhitzung“ von Luft auch Einzug in die Bautechnik.

Die Berechnungsgrundlagen zur Thermodynamik für diese Heizkörper bestehen heute noch. Üblich sind vom Großhändler mit kostenaufwendigen Rechnerprogrammen projektierte, überdimensionierte und kleinflächige Kompaktheizkörper mit einem Strahlungsanteil von weniger als 18 % und einem Konvektionsanteil von über 82 %. Umgedreht sollte es sein!

„Alle Rechenverfahren für die Leistung von Heizkörpern und ganzen Heizanlagen wurden im Lauf vieler Jahrzehnte nicht etwa naturwissenschaftlich ermittelt, sondern aus Ergebnissen der Praxis zurückgerechnet. Fragen Sie auch mich nicht nach Zahlen, die Max Planck, Heisenberg und Co. nicht wussten und deren Nachfolger immer noch nicht wissen“
(A. Eisenschink, München).

Leider hat sich in Deutschland so die am wenigsten sinnvolle Methode zur Heizung von Gebäuden fast zum Standart entwickelt. Es wird fast nur noch warme Luft mit hohem Anteil von Staub, Feuchtigkeit, Schimmelsporen und Bakterien im ganzen Raum umgewälzt. Dadurch werden die Bewohner geschädigt und die Trockenhaltung des Gebäudes durch Strahlungswärme vernachlässigt. Die kalten Wände werden noch durch Kunststoffdispersion abgedichtet und als Soll-Taupunktstelle für kurzzeitige, hohe Luftfeuchte missbraucht. Sorption von Feuchte ist nicht mehr „Mode“. Die Wände haben die Aufgabe als Puffer für Feuchte verloren. Schimmel ist zunehmend üblich.

Diese falschen Voraussetzungen zur Berechnung des Wärmehaushaltes eines Wohngebäudes haben fatale Folgen und sind die Grundlage weiterer für den Nutzer nicht nur kostenaufwendiger Maßnahmen.

Behörden der Regierung erlassen Gesetze und Verordnungen zur Einsparung von Energie. Nach den diesen Zweck verfehlenden Theorien der Wärme-Strömungstechnik werden Wohnhäuser in Dämmstoffe eingepackt und ein natürlicher Luftaustausch unterbunden.

Die Wärmeverluste in Altbauten sind aber bis über 90 % Strahlungswärme (K. Fischer, Hochstadt), also als Welle/Teilchen-Bewegung in Lichtgeschwindigkeit. Berechnungsgrundlage ist die Quantenmechanik und nicht die Strömungslehre. Bei Beachtung der Diffusion von Feuchte ist die Verminderung der Wärmeverluste durch Reflektieren von Strahlungswärme einfacher und kostengünstiger! Trotzdem wird mit den verordneten fragwürdigen Methoden und auch noch untauglichen Materialien nach und nach vor allem die gesamte Altbausubstanz geschädigt. Schön gerechnete Einsparungen an Heizenergie und ein akademischer Streit der Vorteile von Wärmedämmung oder Wärmespeicherung sowie Wärmedurchgang oder Temperaturdurchgang führen nicht weiter. Durch Dämmen, Abdichten und falsches Heizen wird jede 3. Wohnung zur Schimmelgrotte. Auf Straßen bekämpfter Feinstaub ist in unseren Wohnungen nicht der Rede wert. Asthma, Allergien, Herzinfarkt, Kopfschmerz und nervöse Beschwerden nehmen zu. Deutschland ist Weltmeister bei toten Kindern durch Asthma! Bei Modernisierung "Verschönern" wir mit bis zu über 8000 chemischen Stoffen unsere Wohnungen und machen daraus eine Krankmachende Sondermülldeponie. Wer soll die Schäden an Gebäuden und die gesundheitlichen Folgen für die Bewohner noch verantworten?
Um die weitere dramatische Ausbreitung von Wohnungsschimmel einzuschränken wird in Zukunft auch bei Neubau diese intelligentere Heiztechnik notwendig sein. Das die verordnete Strömungslehre nicht funktioniert hat die Praxis längst bewiesen und damit die verordnete Theorie widerlegt. Alfred Eisenschink (san-cal, München) praktiziert seit 1953 die Anwendung von Flächenheizungen. Nach seiner Erfahrungen sind Energieeinsparung bis zu 50 % nachweisbar! Seit Jahrzehnten werden Lager, - Werk- und Turnhallen durch Deckenstrahlplatten beheizt. Wie ein Beispiel der Firma Å.S.A.B. (Schweden) zeigt wird schon bei der Projektierung mit weniger als 25 % der Energieleistung der einer Luftströmungsheizung gerechnet. Wenn dies nicht funktionieren würde, wären Firmen mit Strahlplatten oder Schwarzrohrstrahlern längst vom Markt. Als Gipfel der Energieverschwendung müsste sich die Temperierung nach H. Großeschmidt herausstellen. Ohne Nachtabsenkung und Sommerpause wird Energie in die Gebäudehülle gepumpt. Aber durch die Praxis wird auch das Prinzip der Temperierung bestätigt und bisherige Inhalte der Fachausbildung und Lehrmeinungen dadurch prinzipiell in Frage gestellt. Viele Bauherren und Nutzer aus allen Regionen Deutschlands haben nachprüfbare, positive Ergebnisse vorzuweisen.

Wenn Energieeinsparung wirklich gewollt ist, dürften diese Auswüchse der deutschen Ingenieurswissenschaften der Vergangenheit angehören. Nach wie vor fehlende umfassende Kenntnisse der Berechnung von Strahlungsheizungen sollten durch praktische Erkenntnisse ergänzt werden (analog Rippen- und Plattenheizkörper). Eine Optimierung und Standardisierung bekannter Lösungen könnten erarbeitet werden.

Eine Unterscheidung von Werkräumen zu Wohnräumen auch in Bezug auf Heiztechnik ist wünschenswert. Der Mensch ist durch seine seit Millionen von Jahren andauernde evolutionäre Entwicklung auf die Strahlungswärme der Sonne angewiesen. Die gesamten Körperfunktionen haben sich auf Wärmestrahlung eingestellt. Heizung mit Luftströmungen und seinen Folgen an der Gesundheit der Menschen und den Schäden an den Gebäuden sind nicht mehr tolerierbar. Durch Optimierung der Nutzung von Strahlungswärme ist eine Halbierung des Energieaufwandes auch ohne schädigendes Dämmen und Abdichten der Wohngebäude zu erreichen.

Als (sinnloses) Gegenteil wird Elektroenergie mit einem Wirkungsgrad von unter 36 % ins Haus geliefert und behördlich unterstützt fast zum halben Preis für Elektroheizungen und Wärmepumpen verplempert. Energieverschlingender, umwelt- und menschenfeindlicher Schwerlastverkehr sowie der Flugverkehr wird weiter ausgebaut. Der PKW steht ohne Tempolimit in Zylinderzahl, Motorleistung und Treibstoffverbrauch mit dem Reisebus in Konkurrenz. Die günstigere Eisenbahn hat für den Güterverkehr praktisch seine Bedeutung verloren.

Über Feinstaub auf den Straßen wird gesprochen und durch Erhöhung von Steuern dagegen etwas getan.
Wenn tun wir etwas gegen Feinstaub in der Wohnung?